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FrühlingsSicht ist ein Fotoprojekt von Michel von MüllersSicht. Es geht darum 1 – 3 Bilder zum Frühling zu zeigen mit ein paar Gedanken dazu, was den Frühling ausmacht. Ich habe mich für folgende Bilder entschieden:

Diese beiden Bilder zeigen für mich das Wunder einer unerwarteten Explosion von Farbe, Form und Duft. Unerwartet das Erscheinen der kleinen pink gefärbten Knospen an einem unscheinbaren Ast. Dabei sind sie viel größer als die sie begleitenden Blätter.
Wie kann es sein, dass erst die Blüte kommt und später erst die Blätter?
Woher diese Kraft?
Wundervoll auch, auf welch graziöse Art sich diese Blüten schließlich entfalten und einerseits den gesamten Platz einnehmen, andererseits von Weitem durch ihre auffallende Farbe alle Blicke auf sich lenken.
Ungewohnt schrille Farben für vom Winter an weniger gewöhnte Augen.
Die Blätter halten sich weiterhin im Hintergrund, werden aber auf Dauer den längeren Atem haben.

Frühling bedeutet für mich Neuanfang, ein Herausbrechen von ungeahnter Kraft, die in der langen winterlichen Ruhephase gesammelt werden konnte. Den Ablauf der Jahreszeiten zu beschleunigen oder aufzuhalten würde den Prozess zerstören. Wäre kein Herbst und Winter, gäbe es auch keinen Frühling und wäre keine Erneuerung möglich.

Kann ich mir einen Winter erlauben, um dann gestärkt und erneuert in eine neue Lebensphase zu gehen oder muss ich immer gut drauf sein und funktionieren? Wenn ich mir nie die Zeit nehme, mich zurückzuziehen, in die Tiefe zu gehen (Wurzeln), kann ich dann erwarten, stabil zu stehen, wenn ich wieder/weiter in die Höhe wachse?